Welcher Kleber für welches Material?

Schnell ist es passiert - kurz nicht aufgepasst – schon ist der Henkel der Lieblingstasse beim Abspülen abgeschlagen, oder die in die Jahre gekommene Schublade der Kommode fällt beim Öffnen auseinander… Zum Glück lässt sich vieles wieder reparieren durch einfaches Kleben.

 

Aber welchen Kleber nimmt man für welches Material?
Hier die wichtigsten Kleber auf einen Blick:

Alleskleber 

der Universalkleber - meist ein lösemittelhaltiger Nasskleber, der für eine Vielzahl an Materialien in Frage kommt, wie z.B. Papier, Pappe, Stoff oder Holz aber auch Kunststoffe. Der Alleskleber kommt meistens für den Haushalts- und Hobbyanwender zum Einsatz und ist für den Inneneinsatz gedacht, denn bei hohen Temperaturen oder Feuchtigkeit gibt der Kleber sehr schnell nach.

Sekundenkleber

Klebt wie es der Name schon verrät – Sekundenschnell kleinere Flächen wie z.B. Metall, Glas und Keramik. Für ein großflächiges Kleben ist der Sekundenkleber wegen der schnellen Aushärtung aber eher nicht geeignet.

Holzleim

Für alle Holz-Reparaturen geeignet, es können aber auch andere saugende Materialien geklebt werden, wie z.B. Textilen, Papier. Daher sind Materialien wie Glas, Keramik, Metall nicht geeignet.
Da sich Holz bei Wärme ausdehnt und sich bei Kälte wieder zusammenzieht, kann der Holzleim die entstehenden Spannungen bis zu einem gewissen Grad gut aufnehmen. Den Leim gibt es in verschiedenen Beanspruchungsgruppen (D1 – D4), die für verschiedene Einsatzbereiche in Frage kommen – wir beraten Sie hier gerne.

Heißkleber

Ein Kleber, der durch Erhitzung flüssig wird und bei Raumtemperatur sehr schnell wieder aushärtet. Hierfür wird eine spezielle Klebepistole und Klebesticks benötigt - die Klebesticks werden bei 200 °C in der Pistole verflüssigt. Die Materialien, die geklebt werden sollen, müssen den hohen Temperaturen standhalten können, also Styropor ist dafür z.B. nicht geeignet.  Man sollte im Umgang mit dem Heißkleber ein bisschen vorsichtig sein - mit dem heißen Kleber nicht in Berührung kommen, Tropfen auf der Haut können Brandblasen verursachen.

Zwei-Komponenten-Kleber

Ein Klebstoff der aus zwei verschiedenen Substanzen (ein Harz und ein Härter) besteht und durch das Vermischen dann die Klebekraft entwickelt. Die beiden Komponenten werden kurz vorm Kleben zu gleichen Teilen zusammengemischt. Der Kleber ist für viele Materialen geeignet, wie z.B.: Keramik, Porzellan, Glas, Stein, Metall etc. – extrem temperaturbeständig und für eine dauerhafte Verbindung geeignet.

Spezialkleber

Das sind Kleber, die für direkt auf das klebende Material abgestimmt sind, also z.B. für Styropor, Textilien, PVC etc.